Atelier für Sexualität
Psychoanalytische Sexualtherapie
Sexualität berührt die intimsten Bereiche unseres Erlebens. Die Psychoanalytische Sexualtherapie eröffnet einen geschützten Raum, ihre persönliche Geschichte, ihre Konflikte und ihre oft unbewussten Bedeutungen zu verstehen und neue Möglichkeiten des Erlebens zu entwickeln.
I. Therapeutisches Verständnis
Nicht Symptome stehen im Zentrum meiner therapeutischen Arbeit, sondern die psychische Organisation, aus der sie hervorgehen. Ich verstehe sexuelle Beschwerden, Konflikte, Fantasien und Präferenzstrukturen nicht als isolierte Phänomene, sondern als Ausdruck individueller Bedeutungszusammenhänge, deren innere Logik sich erst im gemeinsamen therapeutischen Prozess erschließen kann.
Als psychoanalytische Sexualtherapeutin betrachte ich Sexualität weder als bloße Funktion noch als beobachtbares Verhalten. Sie ist für mich Teil einer komplexen psychischen Wirklichkeit, in der Biographie, unbewusste Beziehungserfahrungen, Fantasie, Körper und gegenwärtige Beziehungsgestaltung miteinander verwoben sind. Therapeutische Veränderung beginnt dort, wo diese Zusammenhänge verstehbar werden und das zuvor Unverbundene, Unausgesprochene oder Unrepräsentierte allmählich in die eigene psychische Wirklichkeit integriert werden kann.
II. Behandlungsfelder
Die klinische Sexualtherapie widmet sich der psychoanalytischen Rekonstruktion individueller Sexualität in ihren bewussten und unbewussten Organisationsformen. Im Mittelpunkt steht nicht das sexuelle Symptom, sondern die psychische Organisation, innerhalb derer Beschwerden, Konflikte, Fantasien, Präferenzstrukturen und Beziehungserfahrungen ihre subjektive Bedeutung erhalten. Gegenstand der Behandlung sind sexuelle Fragestellungen des klinischen Bereichs, deren psychotherapeutische Bearbeitung unabhängig von strafrechtlichen oder deliktbezogenen Zusammenhängen erfolgt. Ziel der Behandlung ist die Entwicklung eines verstehbaren, subjektiv aneignbaren und psychisch tragfähigen Umgangs mit der eigenen Sexualität sowie die Möglichkeit, Sexualität als selbstbestimmten, lustvollen und erfüllenden Bestandteil des eigenen Lebens zu erleben.
Indikationen klinische Sexualtherapie
Die forensische Sexualtherapie widmet sich der psychoanalytischen Rekonstruktion sexueller Präferenzstrukturen, Fantasieorganisationen und psychischer Prozesse, die mit deliktbezogenen Risiken oder der möglichen Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung anderer Menschen verbunden sein können. Im Mittelpunkt steht nicht das Delikt selbst, sondern die psychische Organisation, innerhalb derer deliktrelevante Fantasien, Präferenzstrukturen, Affektdynamiken und Verhaltensweisen ihre subjektive Bedeutung erhalten. Gegenstand der Behandlung sind sexuelle Fragestellungen mit forensischer Relevanz, deren psychotherapeutische Bearbeitung der Prävention sexueller Grenzverletzungen, der Reduktion deliktbezogener Risiken sowie der Entwicklung eines verantwortungsvollen und psychisch tragfähigen Umgangs mit der eigenen Sexualität dient. Ziel der Behandlung ist die Förderung einer selbstbestimmten, nicht-schädigenden und sozial verantwortlichen Sexualität, die den Schutz der sexuellen Selbstbestimmung anderer Menschen ebenso einschließt wie die Integration der eigenen sexuellen Wirklichkeit.
Indikationen Forensische Sexualtherapie
III. Aufnahme und Behandlungsbeginn
Die Aufnahme dient der gemeinsamen Klärung, ob eine psychoanalytische Sexualtherapie für Ihr Anliegen die geeignete Behandlungsform darstellt. Bereits die ersten Gespräche sind Teil des therapeutischen Prozesses und ermöglichen eine erste Rekonstruktion der psychischen Organisation, innerhalb derer sexuelle Beschwerden, Konflikte oder Präferenzstrukturen ihre individuelle Bedeutung erhalten.
Der therapeutische Aufnahmeprozess
01. Kontaktaufnahme
Kontaktaufnahme per E-Mail mit einer kurzen Beschreibung Ihres Anliegens.
02. Erstgespräch
Erste therapeutische Orientierung, gegenseitiges Kennenlernen und gemeinsame Klärung der Fragestellung.
03. Anamnese und Diagnostik
Psychodynamische, sexualtherapeutische und biographische Diagnostik sowie Rekonstruktion der individuellen psychischen Organisation.
04. Gemeinsame Indikationsstellung
Prüfung der geeigneten Behandlungsform und Festlegung der therapeutischen Zielsetzung.
05. Probatorische Sitzungen
Aufbau des therapeutischen Arbeitsbündnisses und gemeinsame Vertiefung des Behandlungsauftrags.
06. Beginn der Behandlung
Aufnahme der psychoanalytischen Sexualtherapie.
Die Aufnahme dient der gemeinsamen Klärung, ob eine forensische Sexualtherapie für Ihr Anliegen die geeignete Behandlungsform darstellt. Bereits die ersten Gespräche sind Teil des therapeutischen Prozesses und ermöglichen eine erste Rekonstruktion der psychischen Organisation, innerhalb derer deliktrelevante Fantasien, Präferenzstrukturen, Risikodynamiken oder sexuelle Grenzverletzungen ihre individuelle Bedeutung erhalten. Ziel dieser Phase ist die gemeinsame Einschätzung der therapeutischen Fragestellung, des individuellen Risikoprofils sowie der geeigneten therapeutischen Zielsetzung.
Der therapeutische Aufnahmeprozess
01. Kontaktaufnahme
Kontaktaufnahme per E-Mail mit einer kurzen Beschreibung Ihres Anliegens oder Ihrer Fragestellung.
02. Erstgespräch
Erste therapeutische Orientierung, gegenseitiges Kennenlernen sowie gemeinsame Klärung des therapeutischen Auftrags.
03. Anamnese und Diagnostik
Psychodynamische, sexualtherapeutische und forensische Diagnostik einschließlich einer ersten Rekonstruktion deliktrelevanter Präferenzstrukturen, Fantasieorganisationen und Risikodynamiken.
04. Gemeinsame Indikationsstellung
Prüfung der geeigneten Behandlungsform sowie Festlegung der therapeutischen Zielsetzung und des individuellen Behandlungsauftrags.
05. Probatorische Sitzungen
Aufbau eines tragfähigen therapeutischen Arbeitsbündnisses und gemeinsame Vertiefung der therapeutischen Fragestellung.
06. Beginn der Behandlung
Aufnahme der forensischen Sexualtherapie.
IV. Behandlungsrahmen
Der therapeutische Rahmen bildet die Grundlage einer vertrauensvollen, verlässlichen und professionellen Zusammenarbeit. Transparenz hinsichtlich der organisatorischen, rechtlichen und therapeutischen Rahmenbedingungen schafft einen geschützten Behandlungsraum und gewährleistet die Kontinuität des therapeutischen Prozesses.
01. Frequenz
Die Häufigkeit der Sitzungen richtet sich nach Ihrem individuellen therapeutischen Anliegen sowie den gemeinsam vereinbarten Behandlungszielen. Umfang und Frequenz werden im Rahmen der Indikationsstellung individuell festgelegt und können im Verlauf der Behandlung angepasst werden.
02. Dauer
Einzelsitzung: 50 Minuten
Paarsitzung: 90 Minuten
03. Präsenz- und Online-Therapie
Die Behandlung kann nach gemeinsamer Absprache sowohl in Präsenz als auch online erfolgen. Welche Behandlungsform im Einzelfall sinnvoll ist, richtet sich nach dem therapeutischen Anliegen, den organisatorischen Möglichkeiten sowie den fachlichen Erfordernissen der Behandlung.
04. Schweigepflicht
Die therapeutische Behandlung unterliegt der gesetzlichen Schweigepflicht. Sämtliche im Rahmen der Behandlung erhobenen oder mitgeteilten Informationen werden streng vertraulich behandelt. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt ausschließlich auf Grundlage einer ausdrücklichen schriftlichen Einwilligung oder einer gesetzlichen Verpflichtung. Gesetzlich vorgesehene Ausnahmen bestehen insbesondere bei einer akuten Eigen- oder Fremdgefährdung sowie in weiteren gesetzlich geregelten Offenbarungspflichten.
05. Behandlungsvertrag
Vor Beginn der Behandlung werden die wesentlichen therapeutischen, organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen in einem schriftlichen Behandlungsvertrag festgehalten. Dieser regelt insbesondere den Behandlungsauftrag, Honorar, Terminvereinbarungen, Ausfallhonorare sowie die gegenseitigen Rechte und Pflichten während der therapeutischen Zusammenarbeit.
06. Honorar
Die Praxis wird als Privatpraxis geführt. Die Behandlung erfolgt auf Selbstzahlerbasis.
Einzelsitzung (50 Minuten): 150 €
Paarsitzung (90 Minuten): 200 €
07. Sprache
Die therapeutische Behandlung kann sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache erfolgen. Die Wahl der Behandlungssprache richtet sich nach den individuellen sprachlichen Voraussetzungen sowie den Erfordernissen des therapeutischen Prozesses.
08. Terminabsagen
Vereinbarte Termine sind verbindlich. Einzelheiten zu Terminabsagen sowie einem möglichen Ausfallhonorar sind im Behandlungsvertrag geregelt.
09. Datenschutz
Der Schutz personenbezogener Daten sowie der vertrauliche Umgang mit sämtlichen Behandlungsinformationen besitzen höchste Priorität. Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt ausschließlich auf Grundlage der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), der einschlägigen berufsrechtlichen Vorschriften sowie der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen für heilkundliche Praxen. Personenbezogene Daten und Behandlungsunterlagen werden ausschließlich zweckgebunden verarbeitet, vertraulich aufbewahrt und durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen vor unbefugtem Zugriff geschützt. Nähere Informationen zum Umgang mit personenbezogenen Daten sind der Datenschutzerklärung zu entnehmen.
V. Qualitätssicherung
Die Qualität therapeutischer Arbeit beruht nicht allein auf fachlicher Qualifikation, sondern auf der kontinuierlichen Reflexion der eigenen Tätigkeit, wissenschaftlicher Fortbildung und der kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen in Forschung und klinischer Praxis. Qualitätssicherung wird deshalb als fortlaufender professioneller Prozess verstanden, der therapeutisches Handeln, wissenschaftliche Erkenntnisse und ethische Verantwortung miteinander verbindet.
01. Wissenschaftliche Fortbildung
Die kontinuierliche Teilnahme an wissenschaftlichen Fortbildungen, Fachkongressen und interdisziplinären Weiterbildungsformaten gewährleistet die fortlaufende Aktualisierung therapeutischer, sexualwissenschaftlicher und forensischer Fachkenntnisse und bildet die Grundlage einer leitlinienorientierten, evidenzbasierten und am aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand ausgerichteten Behandlung.
02. Wissenschaftliche Tätigkeit
Die therapeutische Arbeit steht in engem Austausch mit wissenschaftlicher Forschung. Aktuelle Erkenntnisse aus Psychoanalyse, Sexualwissenschaft, Psychotherapie, Kriminologie und Investigative Psychology fließen fortlaufend in die klinische Arbeit ein.
03. Fachgesellschaften und wissenschaftliche Netzwerke
Die Mitgliedschaft in nationalen und internationalen wissenschaftlichen Fachgesellschaften sowie der kontinuierliche fachliche Austausch mit Kolleg:innen unterschiedlicher Disziplinen fördern wissenschaftliche Qualität, methodische Reflexion und interdisziplinäre Perspektiven.
04. Supervision, Intervision und Selbstreflexion
Professionelle therapeutische Arbeit setzt die kontinuierliche Reflexion des eigenen Handelns voraus. Regelmäßige Supervision, strukturierte Intervision sowie die fortlaufende Selbstreflexion gewährleisten die kritische Überprüfung diagnostischer und therapeutischer Entscheidungen, fördern die Weiterentwicklung der therapeutischen Kompetenz und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätssicherung klinischer Praxis.
05. Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Komplexe sexualtherapeutische und forensische Fragestellungen erfordern häufig die Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen. Im Interesse einer umfassenden diagnostischen und therapeutischen Versorgung wird daher der Aufbau eines vertrauensvollen interdisziplinären Kooperationsnetzwerks mit spezialisierten Einrichtungen und Kolleg:innen unterschiedlicher Professionen angestrebt. Je nach Fragestellung kann eine Zusammenarbeit insbesondere mit Universitätskliniken, Hochschulambulanzen, niedergelassenen Psychiater:innen, Sexualmediziner:innen, Urolog:innen, Gynäkolog:innen, Infektiolog:innen, Rechtsanwält:innen sowie Veterinärmediziner:innen erfolgen. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit erfolgt ausschließlich im Einvernehmen mit den Patient:innen sowie unter Beachtung der gesetzlichen Schweigepflicht.
06. Evidenzorientierung und theoretische Reflexion
Therapeutische Entscheidungen orientieren sich an wissenschaftlicher Evidenz, klinischer Erfahrung sowie einer theoriegeleiteten psychodynamischen Fallkonzeption. Unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven werden kritisch geprüft und entsprechend ihrer jeweiligen Aussagekraft in den therapeutischen Prozess integriert.
07. Ethische Verantwortung
Die therapeutische Arbeit orientiert sich an den geltenden berufsrechtlichen, psychotherapeutischen und wissenschaftsethischen Standards. Der Schutz der Würde, Autonomie und sexuellen Selbstbestimmung der Patient:innen bildet die Grundlage sämtlicher therapeutischer Entscheidungen.


