Atelier für Sexualität


Psycho­analytische Sexualtherapie


Sexualität berührt die intimsten Bereiche unseres Erlebens. Die Psychoanalytische Sexualtherapie eröffnet einen geschützten Raum, ihre persönliche Geschichte, ihre Konflikte und ihre oft unbewussten Bedeutungen zu verstehen und neue Möglichkeiten des Erlebens zu entwickeln.

I. Therapeu­tisches Verständnis


Nicht Symptome stehen im Zentrum meiner therapeutischen Arbeit, sondern die psychische Organisation, aus der sie hervorgehen. Ich verstehe sexuelle Beschwerden, Konflikte, Fantasien und Präferenzstrukturen nicht als isolierte Phänomene, sondern als Ausdruck individueller Bedeutungszusammenhänge, deren innere Logik sich erst im gemeinsamen therapeutischen Prozess erschließen kann.

Als psychoanalytische Sexualtherapeutin betrachte ich Sexualität weder als bloße Funktion noch als beobachtbares Verhalten. Sie ist für mich Teil einer komplexen psychischen Wirklichkeit, in der Biographie, unbewusste Beziehungserfahrungen, Fantasie, Körper und gegenwärtige Beziehungsgestaltung miteinander verwoben sind. Therapeutische Veränderung beginnt dort, wo diese Zusammenhänge verstehbar werden und das zuvor Unverbundene, Unausgesprochene oder Unrepräsentierte allmählich in die eigene psychische Wirklichkeit integriert werden kann.

Die klinische und forensische Auseinandersetzung mit menschlicher Sexualität hat meinen Respekt vor ihrer Komplexität, ihrer schöpferischen Kraft und ihrer Ambivalenz stetig vertieft. Sie hat mich gelehrt, dass jede sexuelle Wirklichkeit zunächst verstanden werden muss, bevor sie beurteilt oder verändert werden kann. Daraus erwächst für mich die Verpflichtung, jedem therapeutischen Anliegen mit derselben wissenschaftlichen Sorgfalt, menschlichen Achtung und professioneller Offenheit zu begegnen. Aus dieser Überzeugung heraus begegne ich menschlicher Sexualität – unabhängig von ihrer Erscheinungsform – mit einer therapeutischen Haltung, die gleichermaßen von Präzision, Respekt und dem ernsthaften Bemühen um Verstehen getragen ist.


Juliane Kröner

II. Behand­lungs­felder


Die klinische Sexualtherapie widmet sich der psychoanalytischen Rekonstruktion individueller Sexualität in ihren bewussten und unbewussten Organisationsformen. Im Mittelpunkt steht nicht das sexuelle Symptom, sondern die psychische Organisation, innerhalb derer Beschwerden, Konflikte, Fantasien, Präferenzstrukturen und Beziehungserfahrungen ihre subjektive Bedeutung erhalten. Gegenstand der Behandlung sind sexuelle Fragestellungen des klinischen Bereichs, deren psychotherapeutische Bearbeitung unabhängig von strafrechtlichen oder deliktbezogenen Zusammenhängen erfolgt. Ziel der Behandlung ist die Entwicklung eines verstehbaren, subjektiv aneignbaren und psychisch tragfähigen Umgangs mit der eigenen Sexualität sowie die Möglichkeit, Sexualität als selbstbestimmten, lustvollen und erfüllenden Bestandteil des eigenen Lebens zu erleben.

Indikationen klinische Sexualtherapie

Vermindertes sexuelles Verlangen


Gesteigertes sexuelles Verlangen 


Ausbleibendes sexuelles Verlangen 


Erregungsstörungen


Erektionsstörungen


Lubrikationsstörungen


Orgasmusstörungen


Anorgasmie


Verzögerter Orgasmus


Vorzeitiger Samenerguss


Sexuelle Schmerzstörungen


Dyspareunie


Vaginismus


Vulvodynie


Analdyspareunie


Taubheitsgefühle im Genitalbereich


Sexualität nach Operationen


Sexualität bei chronischen Erkrankungen


Fetischismus


Retifismus


Podophilie


Urophilie


Koprophilie


Autonepiophilie


Lactophilie


Menophilie


Objektophilie


BDSM


Sadomasochistische Sexualität


Dominanz- und Unterwerfungsdynamiken


Rollenspiele


Rape-Fantasien


Feeding


Breeding


Ageplay


DDLG


Petplay


Chrematistophilie


Erotophonophilie


Gerontophilie


Besondere sexuelle Fantasien


Integration besonderer sexueller Präferenzstrukturen


Compulsive Sexual Behaviour


Problematischer Pornografiekonsum


Pornografieabhängigkeit


Exzessive Masturbation


Sexuelle Impulskontrollprobleme


Eskalation sexueller Reizmuster


Sexualität als Affektregulation


Sexualität als Selbstberuhigung


Scham nach sexuellen Handlungen


Psychosexuelle Entwicklungsfragen


Sexuelle Orientierung


Geschlechtliche Identität


Genderdysphorie


Sexualität nach geschlechtsangleichenden Maßnahmen


Weibliche Sexualität


Männliche Sexualität 


Nichtbinäre Geschlechtsidentität


Asexuelles Spektrum


Körperbild und Sexualität 


Sexueller Selbstwert


Scham


Schuld


Identitätskonflikte


Entwicklung einer selbstbestimmten sexuellen Identität 


Unterschiedliches sexuelles Begehren


Verlust sexueller Intimität


Kommunikationsschwierigkeiten über Sexualität


Nähe-Distanz-Konflikte 


Bindung und Sexualität


Konsens und persönliche Grenzen


Sexualität nach Affären


Intimitätsprobleme


Sexuelle Sprachlosigkeit


Sexueller Missbrauch


Sexuelle Grenzverletzungen


Sexualisierte Gewalt


Traumafolgestörungen


Scham


Schuld


Ekel


Dissoziative Symptome


Angst vor Intimität


Wiedergewinnung sexueller Selbstbestimmung


Depression und Sexualität


Angststörungen und Sexualität


Zwangsstörungen und Sexualität


Bipolare Störungen und Sexualität


Persönlichkeitsstörungen und Sexualität


Borderline-Persönlichkeitsstörung und Sexualität


Narzisstische Persönlichkeitsorganisation und Sexualität


Essstörungen und Sexualität


Körperdysmorphe Störungen und Sexualität


Traumafolgestörungen und Sexualität


Dissoziative Störungen und Sexualität


Suchterkrankungen und Sexualität


Psychopharmaka und Sexualität


Wechselwirkungen zwischen psychischer Erkrankung und Sexualität


Autismus-Spektrum und Sexualität


AD(H)S und Sexualität


Hochbegabung und Sexualität


Hochsensibilität und Sexualität


Sensorische Besonderheiten im sexuellen Erleben


Reizverarbeitung und Sexualität


Kommunikation von Intimität bei Neurodiversität


Beziehungen und Sexualität bei Neurodiversität


Sexualität und gesellschaftliche Normen


Sexualität und Religion


Sexualität und Spiritualität


Sexualität und kulturelle Prägungen


Sexualität und Moral


Scham- und Schuldkonflikte aufgrund religiöser Sozialisation


Konflikte zwischen persönlicher Sexualität und familiären Wertvorstellungen


Minderheitenstress


Stigmatisierung sexueller Lebensweisen


Vereinbarkeit von Sexualität und religiöser Überzeugung


Pubertät und psychosexuelle Entwicklung


Erste sexuelle Erfahrungen


Schwangerschaft und Sexualität


Sexualität nach der Geburt


Kinderwunsch und Sexualität


Sexualität in den Wechseljahren


Sexualität im höheren Lebensalter


Sexualität am Lebensende


Sexualität in Zeiten schwerer Erkrankung


Sexualität nach Trennung oder Verlust


Chronische Erkrankungen


Endometriose


Menopause


Behinderung und Sexualität


Neurologische Erkrankungen


Onkologische Erkrankungen


Urologische Erkrankungen


Gynäkologische Erkrankungen


Sexualität nach medizinischen Eingriffen


Körperliche Veränderungen und Sexualität


Die forensische Sexualtherapie widmet sich der psychoanalytischen Rekonstruktion sexueller Präferenzstrukturen, Fantasieorganisationen und psychischer Prozesse, die mit deliktbezogenen Risiken oder der möglichen Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung anderer Menschen verbunden sein können. Im Mittelpunkt steht nicht das Delikt selbst, sondern die psychische Organisation, innerhalb derer deliktrelevante Fantasien, Präferenzstrukturen, Affektdynamiken und Verhaltensweisen ihre subjektive Bedeutung erhalten. Gegenstand der Behandlung sind sexuelle Fragestellungen mit forensischer Relevanz, deren psychotherapeutische Bearbeitung der Prävention sexueller Grenzverletzungen, der Reduktion deliktbezogener Risiken sowie der Entwicklung eines verantwortungsvollen und psychisch tragfähigen Umgangs mit der eigenen Sexualität dient. Ziel der Behandlung ist die Förderung einer selbstbestimmten, nicht-schädigenden und sozial verantwortlichen Sexualität, die den Schutz der sexuellen Selbstbestimmung anderer Menschen ebenso einschließt wie die Integration der eigenen sexuellen Wirklichkeit.

Indikationen Forensische Sexualtherapie

Pädophile Präferenz


Hebephile Präferenz


Ephebophile Präferenz


Inzestuöse Präferenz


Zoophile Präferenz


Nekrophile Präferenz


Sexueller Sadismus


Exhibitionistische Präferenz


Voyeuristische Präferenz


Frotteuristische Präferenz


Fetischistische Präferenz


Multiple paraphile Präferenzstrukturen


Fantasien mit Kindern


Inzestuöse Fantasien


Zoophile Fantasien


Nekrophile Fantasien


Vergewaltigungsfantasien


Entführungsfantasien


Sexualisierte Machtfantasien


Sexualisierte Kontrollfantasien


Erniedrigungsfantasien


Sexualisierte Folterfantasien


Sexualisierte Tötungsfantasien


Sexueller Kannibalismus


Vampiristische Fantasien


Sexualisierte Verstümmelungsfantasien


Pyrophile Fantasien


Sexuell motivierte Brandstiftung


Lustmordfantasien


Serienfantasien


Fantasien über Opferkontrolle


Fantasien über absolute Verfügbarkeit des Gegenübers


Sexuelle Grenzverletzungen


Sexualisierte Gewalt


Sexuelle Nötigung


Vergewaltigung


Inzestdelinquenz


Kindesmissbrauch


Organisierte sexualisierte Gewalt


Hands-on-Delikte


Hands-off-Delikte


Sexuelle Tötungsdelikte


Sadistisch motivierte Sexualdelikte


Wiederholungsdelinquenz


Deliktserien


Konsum sexueller Missbrauchsabbildungen


Besitz sexueller Missbrauchsabbildungen


Verbreitung sexueller Missbrauchsabbildungen


Jugendpornografische Inhalte


Virtuelle Missbrauchsdarstellungen


KI-generierte Missbrauchsdarstellungen 


Zoopornografische Inhalte


Grooming


Cybergrooming


Sextortion


Digitale sexuelle Grenzverletzungen


Nicht einvernehmliche Bildweitergabe


Voyeuristische Online-Handlungen


Online-Exhibitionismus


Darknet-bezogene Sexualdelinquenz


Übergang von Fantasie zu Handlung


Eskalation sexueller Fantasien


Eskalation sexueller Präferenzstrukturen


Hyperfokus auf deliktrelevante Fantasien


Sexualität als Affektregulation


Sexualität als Aggressionsregulation


Sexualität als Machtregulation


Deliktrelevante sexuelle Skripts


Tatvorbereitung


Rückfallrelevante Dynamiken


Deliktauslösende Situationen


Opferselektion


Tatplanung


Deliktserien


Rückfallprävention


Sexualisierung von Aggression


Sexualisierung von Dominanz


Sexualisierung von Kontrolle


Sexualisierung von Angst


Sexualisierung von Ohnmacht


Sexualisierung von Demütigung


Sexualisierung von Schmerz


Sexualisierung von Tötung


Sexualisierung von Zerstörung


Doppelleben


Heimliche Sexualität


Scham


Schuld


Isolation


Geheimhaltung sexueller Präferenzen


Offenlegung sexueller Präferenzen


Partnerschaft nach Offenlegung


Familiäre Krisen


Suizidale Krisen nach Entdeckung


Identitätskonflikte


Primärprävention


Sekundärprävention


Rückfallprävention


Entwicklung konsensueller Sexualität 


Entwicklung nicht-schädigender Sexualität


Verantwortung­sübernahme


Entwicklung individueller Sicherheitsstrategien


Entwicklung alternativer sexueller Skripts


Opferschutz


Schutz sexueller Selbstbestimmung


III. Aufnahme und Behandlungs­beginn


Die Aufnahme dient der gemeinsamen Klärung, ob eine psychoanalytische Sexualtherapie für Ihr Anliegen die geeignete Behandlungsform darstellt. Bereits die ersten Gespräche sind Teil des therapeutischen Prozesses und ermöglichen eine erste Rekonstruktion der psychischen Organisation, innerhalb derer sexuelle Beschwerden, Konflikte oder Präferenzstrukturen ihre individuelle Bedeutung erhalten.

Der therapeutische Aufnahmeprozess

01. Kontaktaufnahme

Kontaktaufnahme per E-Mail mit einer kurzen Beschreibung Ihres Anliegens.

02. Erstgespräch

Erste therapeutische Orientierung, gegenseitiges Kennenlernen und gemeinsame Klärung der Fragestellung.

03. Anamnese und Diagnostik

Psychodynamische, sexualtherapeutische und biographische Diagnostik sowie Rekonstruktion der individuellen psychischen Organisation.

04. Gemeinsame Indikationsstellung

Prüfung der geeigneten Behandlungsform und Festlegung der therapeutischen Zielsetzung.

05. Probatorische Sitzungen

Aufbau des therapeutischen Arbeitsbündnisses und gemeinsame Vertiefung des Behandlungsauftrags.

06. Beginn der Behandlung

Aufnahme der psychoanalytischen Sexualtherapie.

Die Aufnahme dient der gemeinsamen Klärung, ob eine forensische Sexualtherapie für Ihr Anliegen die geeignete Behandlungsform darstellt. Bereits die ersten Gespräche sind Teil des therapeutischen Prozesses und ermöglichen eine erste Rekonstruktion der psychischen Organisation, innerhalb derer deliktrelevante Fantasien, Präferenzstrukturen, Risikodynamiken oder sexuelle Grenzverletzungen ihre individuelle Bedeutung erhalten. Ziel dieser Phase ist die gemeinsame Einschätzung der therapeutischen Fragestellung, des individuellen Risikoprofils sowie der geeigneten therapeutischen Zielsetzung.

Der therapeutische Aufnahmeprozess

01. Kontaktaufnahme

Kontaktaufnahme per E-Mail mit einer kurzen Beschreibung Ihres Anliegens oder Ihrer Fragestellung.

02. Erstgespräch

Erste therapeutische Orientierung, gegenseitiges Kennenlernen sowie gemeinsame Klärung des therapeutischen Auftrags.

03. Anamnese und Diagnostik

Psychodynamische, sexualtherapeutische und forensische Diagnostik einschließlich einer ersten Rekonstruktion deliktrelevanter Präferenzstrukturen, Fantasieorganisationen und Risikodynamiken.

04. Gemeinsame Indikationsstellung

Prüfung der geeigneten Behandlungsform sowie Festlegung der therapeutischen Zielsetzung und des individuellen Behandlungsauftrags.

05. Probatorische Sitzungen

Aufbau eines tragfähigen therapeutischen Arbeitsbündnisses und gemeinsame Vertiefung der therapeutischen Fragestellung.

06. Beginn der Behandlung

Aufnahme der forensischen Sexualtherapie.

IV. Behand­lungs­rahmen

Der therapeutische Rahmen bildet die Grundlage einer vertrauensvollen, verlässlichen und professionellen Zusammenarbeit. Transparenz hinsichtlich der organisatorischen, rechtlichen und therapeutischen Rahmenbedingungen schafft einen geschützten Behandlungsraum und gewährleistet die Kontinuität des therapeutischen Prozesses.



01. Frequenz

Die Häufigkeit der Sitzungen richtet sich nach Ihrem individuellen therapeutischen Anliegen sowie den gemeinsam vereinbarten Behandlungszielen. Umfang und Frequenz werden im Rahmen der Indikationsstellung individuell festgelegt und können im Verlauf der Behandlung angepasst werden.


02. Dauer

Einzelsitzung: 50 Minuten
Paarsitzung: 90 Minuten


03. Präsenz- und Online-Therapie

Die Behandlung kann nach gemeinsamer Absprache sowohl in Präsenz als auch online erfolgen. Welche Behandlungsform im Einzelfall sinnvoll ist, richtet sich nach dem therapeutischen Anliegen, den organisatorischen Möglichkeiten sowie den fachlichen Erfordernissen der Behandlung.


04. Schweigepflicht

Die therapeutische Behandlung unterliegt der gesetzlichen Schweigepflicht. Sämtliche im Rahmen der Behandlung erhobenen oder mitgeteilten Informationen werden streng vertraulich behandelt. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt ausschließlich auf Grundlage einer ausdrücklichen schriftlichen Einwilligung oder einer gesetzlichen Verpflichtung. Gesetzlich vorgesehene Ausnahmen bestehen insbesondere bei einer akuten Eigen- oder Fremdgefährdung sowie in weiteren gesetzlich geregelten Offenbarungspflichten.


05. Behandlungsvertrag

Vor Beginn der Behandlung werden die wesentlichen therapeutischen, organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen in einem schriftlichen Behandlungsvertrag festgehalten. Dieser regelt insbesondere den Behandlungsauftrag, Honorar, Terminvereinbarungen, Ausfallhonorare sowie die gegenseitigen Rechte und Pflichten während der therapeutischen Zusammenarbeit.


06. Honorar

Die Praxis wird als Privatpraxis geführt. Die Behandlung erfolgt auf Selbstzahlerbasis.

Einzelsitzung (50 Minuten): 150 €
Paarsitzung (90 Minuten): 200 €


07. Sprache

Die therapeutische Behandlung kann sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache erfolgen. Die Wahl der Behandlungssprache richtet sich nach den individuellen sprachlichen Voraussetzungen sowie den Erfordernissen des therapeutischen Prozesses.


08. Terminabsagen

Vereinbarte Termine sind verbindlich. Einzelheiten zu Terminabsagen sowie einem möglichen Ausfallhonorar sind im Behandlungsvertrag geregelt.


09. Datenschutz

Der Schutz personenbezogener Daten sowie der vertrauliche Umgang mit sämtlichen Behandlungsinformationen besitzen höchste Priorität. Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt ausschließlich auf Grundlage der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), der einschlägigen berufsrechtlichen Vorschriften sowie der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen für heilkundliche Praxen. Personenbezogene Daten und Behandlungsunterlagen werden ausschließlich zweckgebunden verarbeitet, vertraulich aufbewahrt und durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen vor unbefugtem Zugriff geschützt. Nähere Informationen zum Umgang mit personenbezogenen Daten sind der Datenschutzerklärung zu entnehmen.

V. Qualitäts­sicherung

Die Qualität therapeutischer Arbeit beruht nicht allein auf fachlicher Qualifikation, sondern auf der kontinuierlichen Reflexion der eigenen Tätigkeit, wissenschaftlicher Fortbildung und der kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen in Forschung und klinischer Praxis. Qualitätssicherung wird deshalb als fortlaufender professioneller Prozess verstanden, der therapeutisches Handeln, wissenschaftliche Erkenntnisse und ethische Verantwortung miteinander verbindet.


01. Wissenschaftliche Fortbildung

Die kontinuierliche Teilnahme an wissenschaftlichen Fortbildungen, Fachkongressen und interdisziplinären Weiterbildungsformaten gewährleistet die fortlaufende Aktualisierung therapeutischer, sexualwissenschaftlicher und forensischer Fachkenntnisse und bildet die Grundlage einer leitlinienorientierten, evidenzbasierten und am aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand ausgerichteten Behandlung.


02. Wissenschaftliche Tätigkeit

Die therapeutische Arbeit steht in engem Austausch mit wissenschaftlicher Forschung. Aktuelle Erkenntnisse aus Psychoanalyse, Sexualwissenschaft, Psychotherapie, Kriminologie und Investigative Psychology fließen fortlaufend in die klinische Arbeit ein.


03. Fachgesellschaften und wissenschaftliche Netzwerke

Die Mitgliedschaft in nationalen und internationalen wissenschaftlichen Fachgesellschaften sowie der kontinuierliche fachliche Austausch mit Kolleg:innen unterschiedlicher Disziplinen fördern wissenschaftliche Qualität, methodische Reflexion und interdisziplinäre Perspektiven.


04. Supervision, Intervision und Selbstreflexion

Professionelle therapeutische Arbeit setzt die kontinuierliche Reflexion des eigenen Handelns voraus. Regelmäßige Supervision, strukturierte Intervision sowie die fortlaufende Selbstreflexion gewährleisten die kritische Überprüfung diagnostischer und therapeutischer Entscheidungen, fördern die Weiterentwicklung der therapeutischen Kompetenz und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätssicherung klinischer Praxis.


05. Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Komplexe sexualtherapeutische und forensische Fragestellungen erfordern häufig die Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen. Im Interesse einer umfassenden diagnostischen und therapeutischen Versorgung wird daher der Aufbau eines vertrauensvollen interdisziplinären Kooperationsnetzwerks mit spezialisierten Einrichtungen und Kolleg:innen unterschiedlicher Professionen angestrebt. Je nach Fragestellung kann eine Zusammenarbeit insbesondere mit Universitätskliniken, Hochschulambulanzen, niedergelassenen Psychiater:innen, Sexualmediziner:innen, Urolog:innen, Gynäkolog:innen, Infektiolog:innen, Rechtsanwält:innen sowie Veterinärmediziner:innen erfolgen. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit erfolgt ausschließlich im Einvernehmen mit den Patient:innen sowie unter Beachtung der gesetzlichen Schweigepflicht.


06. Evidenzorientierung und theoretische Reflexion

Therapeutische Entscheidungen orientieren sich an wissenschaftlicher Evidenz, klinischer Erfahrung sowie einer theoriegeleiteten psychodynamischen Fallkonzeption. Unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven werden kritisch geprüft und entsprechend ihrer jeweiligen Aussagekraft in den therapeutischen Prozess integriert.


07. Ethische Verantwortung

Die therapeutische Arbeit orientiert sich an den geltenden berufsrechtlichen, psychotherapeutischen und wissenschaftsethischen Standards. Der Schutz der Würde, Autonomie und sexuellen Selbstbestimmung der Patient:innen bildet die Grundlage sämtlicher therapeutischer Entscheidungen.