Atelier für Sexualität


Forensic Expertise


Forensische Expertise beginnt mit der Fähigkeit, Komplexität auszuhalten – und sie mit wissenschaftlicher Präzision in belastbare Erkenntnis zu überführen.

I. Fields of Expertise

Die forensische Expertise umfasst die ermittlungspsychologische, verhaltensanalytische, sexualwissenschaftliche und psychodynamische Rekonstruktion schwerer Sexualdelinquenz sowie deren Integration in die fallbezogene Täterprofilerstellung und strategische Ermittlungsführung.

01. Behavioural & Crime Scene Analysis


Behavioural Crime Scene & Evidence Analysis

Analyse und Interpretation von Behavioural Evidence sowie von Tatort-, Spuren- und Verhaltenskonstellationen und der situativen Dynamik des Tatgeschehens.


Modus Operandi, Signature & Behavioural Organisation

Analyse von Modus Operandi, Signature Behaviour, wiederkehrenden Verhaltensmustern sowie ritualisierten und symbolisch strukturierten Handlungsanteilen.


Offence Sequencing & Behavioural Reconstruction

Rekonstruktion von Tatplanung und -vorbereitung, Annäherung und Opferzugang, Handlungssequenzen, Tatverlauf sowie postdeliktischem Verhalten.


Victim Selection & Victim–Offender Dynamics

Analyse von Opferwahl und Selektionsprozessen, Täter-Opfer-Beziehung sowie der interpersonellen Dynamik und ihrer Bedeutung für Verlauf und Organisation des Tatgeschehens.


Control, Coercion & Violence Dynamics

Analyse physischer, psychischer und situativer Kontroll- und Zwangsstrategien sowie von Form, Funktion, Intensität und Entwicklung tatbezogener Gewalt.


Staging, Manipulation & Post-Offence Behaviour

Analyse von Tatortmanipulation, Staging, Verdeckungs- und Verbringungshandlungen sowie weiteren postdeliktischen Verhaltensweisen.


Behavioural Consistency, Change & Offence Development

Analyse von Verhaltenskontinuität und -variation sowie von Entwicklungs- und Eskalationsdynamiken innerhalb der Verhaltensorganisation schwerer Sexualdelinquenz.

02. Forensic Sexology


Sexual Preference & Arousal Organisation

Rekonstruktion sexueller Präferenz- und Erregungsorganisation hinsichtlich Struktur, Spezifität, Stabilität und Relevanz für schwere Sexualdelinquenz.


Paraphilic Organisation & Offence Dynamics

Analyse paraphiler Präferenzorganisationen und ihrer funktionalen Beziehungen zur Organisation und Dynamik schwerer Sexualdelinquenz sowie zu wiederkehrenden Handlungsmustern.


Sexual Fantasy, Script & Behavioural Organisation

Rekonstruktion relevanter Fantasie- und Skriptorganisationen und ihrer Beziehungen zu sexueller Erregung, Handlungssequenzen und manifestem Tatverhalten.


Preference–Fantasy–Behaviour Differentiation

Systematische Differenzierung sexueller Interessen, Präferenzen, Fantasien und manifesten Verhaltens sowie Analyse ihrer jeweiligen Beziehungen zur Organisation schwerer Sexualdelinquenz.


Psychosexual Development & Offence Trajectories

Rekonstruktion psychosexueller Entwicklungsverläufe sowie der Entstehung, Stabilisierung, Transformation und Eskalation sexualdelinquenzrelevanter sexueller Organisationsformen.


Comorbid Psychopathology & Psychosexual Organisation

Analyse des Verhältnisses zwischen psychosexueller beziehungsweise paraphiler Organisation und komorbider Psychopathologie sowie ihrer Bedeutung für Organisation und Ausprägung schwerer Sexualdelinquenz.


Forensic Psychosexual Formulation

Integrative, hypothesengeleitete Rekonstruktion der Beziehungen zwischen sexueller Organisation, psychosexueller Entwicklung, Psychopathologie und manifestem Tatverhalten im Kontext schwerer Sexualdelinquenz.

03. Psychodynamic Offender Analysis & Reconstruction


Structural Organisation

Rekonstruktion struktureller psychischer Funktionsweisen, insbesondere der Integration von Selbst- und Objektrepräsentanzen, Identitätsorganisation, Realitätsbezug und Regulationsfähigkeit, in ihrer möglichen Beziehung zur Organisation schwerer Sexualdelinquenz.


Conflict Organisation

Analyse unbewusster Konfliktkonstellationen und ihrer Verarbeitungsmodi sowie ihrer möglichen Transformation in sexuelle Fantasie-, Beziehungs- und Tatdynamiken.


Object Relations & Relational Dynamics

Rekonstruktion innerer Objektbeziehungsstrukturen und ihrer möglichen Aktualisierung in Opferwahl, Täter-Opfer-Dynamik sowie in der Organisation von Nähe, Distanz, Abhängigkeit, Kontrolle und Objektverfügbarkeit im Tatgeschehen.


Defence, Disavowal & Affect Regulation

Analyse von Abwehr- und Affektregulationsprozessen – insbesondere Spaltung, Verleugnung, Projektion, Idealisierung, Entwertung und Sexualisierung – und ihrer möglichen Funktion innerhalb der psychischen Organisation sexuellen Delikthandelns.


Unconscious Fantasy & Perversion Dynamics


Rekonstruktion unbewusster Fantasie- und Bedeutungsstrukturen sowie der möglichen Verschränkung von Sexualität, Aggression, Kontrolle, Demütigung und Triumph innerhalb von Tatinszenierung und Dynamik schwerer Sexualdelinquenz.


Repetition & Relational Re-enactment


Analyse von Wiederholungs- und Reinszenierungsprozessen, in denen frühere psychische und relationale Konstellationen im Tatgeschehen transformiert aktualisiert werden können, insbesondere entlang von Dynamiken zwischen Passivität und Aktivität, Ohnmacht und Kontrolle sowie Demütigung und Triumph.


Psychodynamic Motivation & Offence Function

Rekonstruktion der psychischen Funktion sexuellen Delikthandelns, insbesondere hinsichtlich Affekt- und Selbstwertregulation, Aggressionsorganisation, Herstellung von Kontrolle, Abwehr psychischer Bedrohung sowie Stabilisierung innerer Selbst- und Objektorganisation.

04. Investigative Psychology & Offender Profiling


Offender Characteristics & Behavioural Inference

Systematische Ableitung ermittlungsrelevanter Charakteristika eines unbekannten Täters aus der Gesamtkonfiguration des Tatverhaltens und der verfügbaren Fallinformationen zur Entwicklung eines differenzierten, fallbezogenen Täterprofils.


Offender Typology & Differentiation

Systematische Differenzierung ermittlungspsychologisch relevanter Täterkonfigurationen entlang charakteristischer Merkmalsdimensionen und Verhaltensorganisationen zur fallbezogenen Konturierung und analytischen Abgrenzung plausibler Tätertypologien.


Offender Decision-Making & Choice Architecture

Rekonstruktion der dem Täterhandeln zugrunde liegenden Auswahl- und Entscheidungsprozesse, insbesondere hinsichtlich Handlungsalternativen, situativer Restriktionen, Risikoabwägung und adaptiver Entscheidungen im Verlauf des Tatgeschehens.


Offender Expertise, Competence & Criminal Experience

Rekonstruktion tatbezogener Wissensbestände, Fertigkeiten und Erfahrungsniveaus des unbekannten Täters anhand von Vorbereitung, Handlungssicherheit, situativer Adaptationsfähigkeit und der Beherrschung relevanter Handlungsanforderungen.


Forensic Awareness & Detection Avoidance


Rekonstruktion der Forensic Awareness des unbekannten Täters anhand der Antizipation kriminalistischer und forensischer Ermittlungsmaßnahmen sowie systematischer Vermeidungs-, Verdeckungs- und Spurenkontrollstrategien zur Beurteilung ermittlungsrelevanter Wissensbestände und Vorerfahrungen.


Offending Context & Criminal Configuration

Rekonstruktion der übergeordneten Täter-, Tat- und Organisationskonstellation schwerer Sexualdelinquenz zur ermittlungspsychologischen Einordnung unterschiedlicher Erscheinungsformen – von Einzel- und Seriendelinquenz sowie Einzel- und Mehrtäterschaft über private und institutionelle Kontexte bis zu organisierter Kriminalität, Menschenhandel und Sexual Violence as a Weapon of War.


Spatial Offending & Psychological Geography

Analyse räumlichen Täterverhaltens und Rekonstruktion relevanter Raumrepräsentationen anhand von Tatortselektion, Mobilität, Distanzen, Activity Spaces und Awareness Spaces, räumlicher Vertrautheit und territorialer Organisation; unter Einbezug von Geographical Profiling, Environmental Criminology, Mental Maps sowie psychologischen und psychodynamischen Bedeutungsdimensionen von Raum und Ort.

05. Cold Case & Cross-Case Analysis


Cold Case Review & Investigative Reassessment


Ermittlungspsychologische Neubewertung ungeklärter schwerer Sexualdelinquenz unter Einbezug fortentwickelter kriminalistischer und forensischer Erkenntnis- und Analysemöglichkeiten zur Revision bestehender Fall- und Täterhypothesen sowie zur Erschließung neuer Ermittlungsansätze.


Case Linkage & Series Identification

Systematische Analyse potenzieller Zusammenhänge innerhalb schwerer Sexualdelinquenz auf Grundlage tatübergreifender Verhaltenskonsistenz und -distinktheit sowie ermittlungsrelevanter Merkmalskonfigurationen zur Beurteilung möglicher gemeinsamer Täterschaft und Rekonstruktion serieller Zusammenhänge.


Serial Offending & Behavioural Development


Longitudinale Rekonstruktion serieller Sexualdelinquenz hinsichtlich Kontinuität, Variation, Adaptation und Eskalation des Tatverhaltens sowie der Entwicklung übergreifender Muster der Tat- und Verhaltensorganisation im Verlauf einer Serie.


Cross-Jurisdictional & Multi-Case Analysis

Fall- und zuständigkeitsübergreifende Zusammenführung und Analyse ermittlungsrelevanter Informationen zur Rekonstruktion potenzieller Zusammenhänge zwischen räumlich, zeitlich oder institutionell getrennt geführten Ermittlungsverfahren schwerer Sexualdelinquenz.

06. Investigative Interviewing & Interview Dynamics


Evidence-Based Investigative Interviewing


Fachliche Beratung zur evidenzbasierten Gestaltung komplexer Interview- und Vernehmungsstrategien, insbesondere hinsichtlich Rapportbildung, ethisch verantwortlicher und Non-Coercive Interviewing-Prinzipien sowie der fallbezogenen Anwendung etablierter Interviewmethoden im Kontext schwerer Sexualdelinquenz.


Suspect Interview Analysis & Evaluation

Fachliche Analyse und Evaluation von Investigative Interviews mit Tatverdächtigen im Kontext schwerer Sexualdelinquenz hinsichtlich Interviewführung, Gesprächsverlauf, Informationsgewinn und ermittlungsrelevanter Interaktionsprozesse.


Behavioural, Relational & Psychodynamic Interview Dynamics

Verhaltensanalytische und psychodynamische Analyse von Aussage-, Kommunikations- und Interaktionsverhalten sowie der wechselseitigen Beziehungsdynamik zwischen Interviewer und Interviewee, einschließlich Übertragungs- und Gegenübertragungsprozessen und ihrer Bedeutung für Wahrnehmung, Affektregulation, Gesprächsverlauf und professionelle Urteilsbildung.


Post-Interview Processing & Practitioner Dynamics


Analyse und fachliche Reflexion psychischer Nachwirkungen belastender Interviewarbeit bei Ermittler:innen, insbesondere affektiver Resonanzen, Gegenübertragungsreaktionen und fortwirkender psychischer Verarbeitungsprozesse im Kontext schwerer Sexualdelinquenz.


Trauma-Informed Victim & Witness Interviewing

Analyse und fachliche Beratung von Investigative Interviews mit traumatisierten und besonders vulnerablen Personen unter Einbezug traumaassoziierter Besonderheiten von Erinnerung und Informationsabruf sowie affektiver, kommunikativer und interpersoneller Dynamiken.


Caveat: Der Kompetenzbereich umfasst kein Forensic Child Investigative Interviewing.

07. Strategic Investigative Decision-Making


Operational Case Analysis & Investigative Consultation


Operative Analyse komplexer Fallkonstellationen schwerer Sexualdelinquenz und fallbezogene Beratung bestehender Ermittlungsteams durch strukturierte Integration von Tat-, Täter-, Spuren- und Kontextinformationen zur Entwicklung ermittlungspraktisch belastbarer Fall- und Tätermodelle.


Strategic Investigative Decision Support


Externe fachliche Beratung bei strategischen Ermittlungsentscheidungen in komplexen Verfahren schwerer Sexualdelinquenz durch systematische Bewertung ermittlungsrelevanter Handlungsoptionen, Entscheidungsalternativen und ihrer jeweiligen Implikationen für den weiteren Ermittlungsverlauf.


Investigative Prioritisation & Lines of Enquiry

Systematische Bewertung und Priorisierung konkurrierender Lines of Enquiry auf Grundlage verfügbarer Fall- und Täterhypothesen zur strategischen Ausrichtung des weiteren Ermittlungsverfahrens und gezielten Erschließung ermittlungsrelevanter Erkenntnisse.


Investigative Reassessment & Strategic Adaptation

Fortlaufende Neubewertung der Ermittlungsstrategie bei veränderter Erkenntnis- und Evidenzlage sowie systematische Anpassung bestehender Hypothesen, Prioritäten und Lines of Enquiry an neu gewonnene ermittlungsrelevante Informationen.


Interdisciplinary Investigative Integration


Systematische Zusammenführung ermittlungspsychologischer Erkenntnisse mit Befunden angrenzender kriminalistischer und forensischer Disziplinen – insbesondere DNA Analysis, Forensic Biology, Forensic Pathology, Forensic Trace Evidence, Mobile & Computer Forensics sowie Open-Source Intelligence (OSINT) – zur integrativen Rekonstruktion komplexer Fallkonstellationen und Entwicklung belastbarer Täterprofile im Kontext schwerer Sexualdelinquenz.


Transnational Investigative Coordination & Cross-Cultural Collaboration

Fachliche Unterstützung transnationaler Ermittlungszusammenhänge bei schwerer Sexualdelinquenz, insbesondere bei der Koordination grenzüberschreitender Ermittlungsstrukturen, der Zusammenarbeit in interdisziplinären und interkulturellen Offender Profiling Teams sowie der Integration unterschiedlicher ermittlungspraktischer, institutioneller und kultureller Perspektiven in gemeinsame Analyse- und Entscheidungsprozesse.


Investigative Bias & Internal Error Management

Systematische Analyse kognitiver, affektiver, gruppendynamischer und organisationaler Fehler- und Verzerrungsquellen in Ermittlungen schwerer Sexualdelinquenz, insbesondere hinsichtlich Hypothesenverengung, Confirmation Bias, selektiver Evidenzgewichtung und vorschneller Täterfokussierung; Entwicklung strukturierter Verfahren zur kritischen Prüfung und Korrektur ermittlungsbezogener Urteils- und Entscheidungsprozesse.

II. Areas of Specialisation

Die vertiefte Spezialisierung gilt hochkomplexen Erscheinungsformen schwerer Sexualdelinquenz mit ausgeprägter paraphiler Organisation sowie der differenzierten Rekonstruktion ihrer spezifischen psychosexuellen, psychodynamischen und verhaltensbezogenen Tat- und Bedeutungsstrukturen.


Sexualdelinquenz mit postmortaler Tatdynamik


Sexualdelinquenz mit nekrophilen Tat- und Fantasiestrukturen


Sexualdelinquenz mit paraphilen Präferenz- und Fantasiestrukturen


Sexualdelinquenz mit letalem Tatverlauf und sexualisierter Tötungsdynamik


Sexualdelinquenz mit sexualsadistischen Präferenz-, Fantasie- und Tatstrukturen


Sexualdelinquenz mit pädophiler Präferenzstruktur und intrafamiliärer Inzestkonstellation


Sexualdelinquenz mit kannibalistischer Präferenzstruktur und Tatdynamik


Sexualdelinquenz mit zoophiler Präferenzstruktur und Tatdynamik


Sexualdelinquenz mit hochgradig eskalierter interpersoneller Gewaltdynamik


Sexualdelinquenz mit symbolisch strukturierter und ritualisierter Organisation des Tatgeschehens


Sexualdelinquenz mit serieller Deliktdynamik und tatübergreifenden Verhaltensmustern


Schwere weibliche Sexualdelinquenz mit geschlechtsspezifischer Tatorganisation


Sexualdelinquenz im Kontext bewaffneter Konflikte mit strategisch eingesetzter Vergewaltigung und sexualisierter Gewalt als Kriegswaffe

III. Institutional Contexts

Die forensische Expertise ist für institutionelle Kontexte konzipiert, in denen die Analyse und Rekonstruktion komplexer Sexualdelinquenz kriminalistische, juristische oder politische Entscheidungsprozesse unterstützt. Die Tätigkeit erfolgt national und international im Rahmen interdisziplinärer Ermittlungs-, und Beratungskontexte.


Strafverfolgung & kriminalistische Ermittlungen
Staatsanwaltschaft & Justiz
Forensische Einrichtungen
Regierung & öffentliche Behörden
Verteidigungs- & militärische Institutionen
Politische & strategische Beratungsgremien
Internationale Strafverfolgungs­organisationen
Transnationale & multilaterale Institutionen